Meine Ex hat sich nicht mehr zu helfen gewusst und musste zupacken!

Meine Ex hat nicht nur den Schwanz ihres Ex-Freundes als Raumdeko im Regal stehen, sondern dreht auch sonst vollkommen am Rad. Ich bin bei ihr zu Hause und wir trinken Kaffee. Einiges hat sich hier geändert. Sei unserer Trennung und auch seit der Trennung von ihrem letzten Partner – meinem besten Freund. Ihre kleine Wohnung ist vollgestopft mit verschiedenen Dingen: Figürchen, kleine Zettel, Fotos, Kleidung, CDs, Bücher, Stifte, Kerzen, Tee … Einfach überall steht oder vielmehr liegt etwas herum.

Ich klaube einen wilden Haufen undefinierbarer Dinge vom Stuhl, erkenne pikiert einen schwarzen BH mit Röschen dran und strecke ihr wortlos den Klumpen entgegen. „Ja, ich weiß“, lacht sie. „Ich komme echt zu gar nichts mehr in letzter Zeit.“ Ich nicke verständnisvoll und setze mich. Sie wirft den Berg von Unrat einfach ins Bad und macht die Tür hinter sich zu. Dann schenkt sie mir Kaffee ein. „Was treibst du denn die ganze Zeit?“, frage ich und suche nach Milch. „Am Freitag war ich mit ein paar Leuten in der Stadt. Alter, war ich da betrunken … Dann hab ich natürlich am Samstag den ganzen Tag geschlafen. Samstagabend war ich auf einen Geburtstag und dann … suchst du was?“ Ich sehe auf: „Ja, Milch!“

Ich bin froh, dass sie ihr Geschwätz selbst unterbrochen hat. Ist ja nicht mit anzuhören! „Du trinkst Milch im Kaffee?“, ruft sie verwundert. Ich starre sie an. Wir kennen uns seit gefühlten 100 Jahren und sie weiß nicht mal, wie ich meinen Kaffee trinke? Ich schüttle den Kopf und sie verdreht die Augen: „Ach naja, so etwas Unwichtiges merk‘ ich mir nicht. Ich weiß immerhin noch, wie sich deine Titten anfühlen. Hier …“ Sie reicht mir Milch von irgendwoher und ich nehme sie entgeistert entgegen. WTF! Ich starre sie an: „Ja, aber vermutlich nur, weil es die einzigen sind, die du außer deinen eigenen überhaupt jemals angefasst hast …“. Sie wendet den Blick von mir ab und schielt an die Decke: „Hmmmm …!“.

Ekelhaft finde ich das, aber natürlich muss ich fragen: „Wie jetzt?! Du hast jemandes Titten angefasst? WTF?! Du hast eine Freundin? Wer ist es?! Kenne ich sie?“ Keine Ahnung, wie ich das finde … Sie vergräbt ihren Blick jetzt in ihrer Kaffeetasse: „Ich weiß nicht wie sie heißt, ehrlich gesagt …“ WTF! Ich starre sie an: „Du grabscht einer Fremden an die Titten?! Bitte?“ Das macht sie doch nicht wirklich, oder doch? Sie verzieht den Mund ein wenig: „Naja, sie ist Asiatin.“ Ich verstehe den Zusammenhang nicht: „Hm, was? Na und?! Seit wann stehst du überhaupt auf Asia-Girls?“ Sie rührt wie wild ihren schwarzen Kaffee um: „Ja, keine Ahnung … Was hätte ich denn bitte machen sollen? Ich hab mir einfach nicht mehr zu helfen gewusst, als dieses Asia-Girl auf der Party vor mir stand und sich selbst an die Titten gefasst hat … Was hätte ich denn Deiner Meinung nach machen sollen, außer auch zupacken?“ Wir starren nach dieser Aussage beide wortlos auf den weißen See aus Milch, der langsam auf den hellen Teppich tropft …

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